Homeoffice —Ein Selbstversuch

Wer regelmäßig von zu Hause aus arbeiten möchte, sollte sich selbst und seine Arbeit ernst nehmen. Der Laptop am Küchentisch ist deshalb keine gute Lösung. Ideal ist ein eigenes Arbeitszimmer. Dort sollte ein geeigneter Schreibtisch und guter Stuhl stehen. Am besten nicht direkt am Fenster, damit sich die Augen nicht im krassen Gegenlicht auf einen Monitor konzentrieren müssen. Gibt es keinen eigenen Raum, sollten man sich zumindest die Mühe machen und eine separate Arbeitsecke einrichten.

Das Homeoffice ist weit verbreitet. Der Anteil der Homeoffice-Nutzer steigt immer mehr an. Bereits jetzt Arbeiten alle Selbstständige und Freiberufler von zu Hause aus. Mehr als die Hälfte sogar regelmäßig. Die Anteil der Angestellten und Beamten sind auch beachtlich. Tendenz steigend.

Infografik: Homeoffice weit verbreitet | Statista

Da es anfangs für mich schwierig war, effektiv im Home Office zu arbeiten, hier ein paar Tipps aus meiner eigenen Erfahrung, die den Einstieg und die Produktivität steigern können und vielleicht Anregungen für andere Optimierungen und Ansätze für die eigenen Disziplin geben.

Zeiteinteilung

Die Zeiteinteilung wird im Büro generell vom Chef und / oder den Kollegen vorgenommen. Sie geben den Arbeitsrhythmus vor. Wichtig ist es hierbei dem Tag eine Struktur zu geben, ihn sinngemäß einzuteilen, zum Beispiel nach Projekten oder Wichtigkeiten. Meine beste Methode ist es, schon am Vorabend den nächsten Tag zu planen und Vorhaben oder Projekte zu priorisieren. Diese Liste gehe ich in der früh dann nochmal durch und damit gibt es kein entkommen mehr. Wichtig ist dabei zu definieren welche Aufgaben anstehen, wie lange sie dauern und was hat Priorität oder kann im schlimmsten Fall noch verschoben werden.
Ein kleiner Tipp um die Zeiteinteilung zu optimieren ist es, seinen eigenen »Faktor« heraus zu finden. Das bedeutet am Anfang den Unterschied, zwischen geplanter Zeitvorstellung und dann tatsächlicher, real benötigter Zeit zu analysieren. Wenn zum Beispiel eine Stunde geplant wurde und aber am Schluss drei dafür in Anspruch genommen wurden, beträgt der eigenen Faktor »3«. Keine Angst diesen am Anfang hoch anzusetzen und mit der Zeit zu reduzieren. Man tut sich einen großen Gefallen und erspart sich viel Anstrengung und Ärger, wenn man ehrlich zu sich selbst ist und diesen Faktor realitätsnah festlegt.

Feste Pausen machen

Bei der Arbeit von zu Hause, besteht die große Gefahr, Pausen zu vernachlässigen oder gar ganz wegzulassen. Parallel dazu kann es auch passieren, zu viel Zeit anderweitig zu verschwenden. Es ist daher sinnvoll, sich auch im Home Office feste »Arbeitszeiten« einzuplanen und dabei auch einen festen Pausenrhythmus zu entwickeln.
Wichtig dabei: Physisch und Psychisch vom Arbeitsplatz und der Arbeit trennen soweit das möglich ist. Bücher oder Akten haben beim Essen nichts auf dem Tisch verloren. Also am besten an einen anderen Ort wechseln, sich mit Freunden / Bekannten zur Mittagspause treffen oder einfach mal eine halbe Stunde spazieren gehen.

Soziale Kontakte

Es ist schnell passiert sich von sozialen Begebenheiten und Aktivitäten auszuschließen wenn man von zu Hause aus arbeitet. Eine Möglichkeit dies zu unterbinden ist, indem man sich hin und wieder dem Treiben in der Firma anschließt und sich mit den Kollegen trifft. Zum Beispiel an einem Tag in der Woche, mal von der Firma aus arbeiten. Alternativ kann man sich auch einem Verband anschließen und so Berufskollegen finden mit welchen man  etwas unternehmen kann oder Branchentreffen besuchen kann.

Regelmäßigkeiten

Am Tag in der Wohnung arbeiten, abends in der Wohnung entspannen: Beides unter einen Hut zu bringen, ist nicht leicht. Auch zu Hause sollte man Arbeit und Privatleben trennen. Rituale können helfen. Zum Beispiel am Ende des Arbeitstages den Schreibtisch aufräumen oder eine bestimmte Musik, Radiosender oder Podcast hören.

Die beste Mischung finden

Stichwort Schreibtisch im Schlafzimmer: Es gibt Berufe, da ist man einfach nie fertig. Bis spät in die Nacht kommen neue E-Mails rein, das Telefon klingelt. So überfordert mann sich leicht. Wenn nicht um 18, sondern erst um 22 Uhr oder später Schluss ist, gerät die Work-Life-Balance aus den Fugen. Das verstärkt auch die oft erwartete 24-Stunden-Verfügbarkeit noch. Deshalb muss das Arbeitskontingent zu Hause realistisch bemessen sein. Keine Projekte annehmen, die man allein nicht stemmen kann oder die man nur mit Abstrichen in der Qualität gewährleisten kann.

Möchtest du Themen ergänzen oder mit mir diskutieren. Suchst du weitere Tipps oder möchtest du mir deine Arbeitsweise vorstellen. Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

Kategorie: Journal, Lifestyle

von

Hi, ich bin Christian. Zur Zeit studiere ich an der Hochschule Hof im Master Marketing Management und arbeite als Freelance Designer bei Interbrand in Köln. Ich liebe den Minimalismus und veräußere dies in meinem Lebensstil und meinen Arbeiten.

Kommentare 2

  1. Andreas 4. März 2016

    Ich trenne einfach ganz strickt den Wohn und Arbeitsbereich. Ich hab ein eigenes Büro mit Tür, so das ich Arbeiten kann und wenn ich den Raum verlasse ist es als wenn ich aus dem Geschäft gehe.

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